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Erfolgsgeschichten

Riekes Weg

Sport als Mittel zum Zweck

„Wirst Du eigentlich auch weiter so viel Sport machen, wenn Du Dein Zielgewicht erreicht hast?“ Gegenfrage: Warum sollte ich damit aufhören? Das wäre ja verrückt!!  

Sind wir mal realistisch. Sport alleine reicht zum Abnehmen sowieso nicht aus, da muss einfach eine ausgewogene, gesunde Ernährung her. Wer sich eh schon gut ernährt und bisher nie Sport gemacht hat, wird sicher mit viel Bewegung was reißen können. Wenn Sport alles alleine regeln würde, wäre ich auch sicher auf nem guten Weg ;-) Aber ich habe es ja schon mal erwähnt, ich merke inzwischen relativ schnell, wenn die Ernährung zu zuckerlastig oder sonstwie „schlecht“ war, die Leistungsfähigkeit sinkt bei mir dann nämlich rapide in den Keller, auch wenn andere behaupten, Zucker würde sie zu Höchstleistungen bringen – ähm ja, vielleicht kurzfristig für ein paar Minuten, aber wer laufen als AUSDAUERSPORT betreibt, weiß, da reichen ein paar Minuten nicht aus!

Zum Glück hat Sport einen so festen Platz in meinem Leben eingenommen, dass sich die Frage nach dem Aufhören nicht stellt. Bewegung ist nicht mehr Mittel zum Zweck (Kalorienverbrauch) sondern tatsächlich „brauche“ ich die tägliche Dosis Sport für ein ausgeglichenes Seelenleben. Denn auch das musste ich erst lernen, mein Körper kann nur dann die geforderte Leistung abrufen, oder sagen wir: BESSER abrufen, wenn es mir seelisch gut oder besser geht. In den Zeiten, in denen ich mir den größten Stress gemacht habe, habe ich weder abgenommen, noch bin ich irgendwelche persönlichen Bestzeiten gelaufen.

Mir geht es seit ein paar Wochen richtig gut (siehe die Beiträge zum Thema Intuition) und ich bin mir zu 100 % sicher, dass das nicht zuletzt an meinem relativ hohen Sportpensum liegt. Manchmal, wenn ich morgens früh eine kleine Runde gelaufen bin und dann viele Stunden am Schreibtisch gesessen habe, kommt tatsächlich irgendwann der Gedanke, „was mache ich denn heute noch, wo ich mich bewegen und auspowern kann?“ Noch vor einem Jahr wäre eine zweite Sporteinheit am Tag gar nicht möglich gewesen, da war ich nämlich auch nach einer Dreiviertelstunde morgens laufen einfach den restlichen Tag klinisch tot ;-) (und damit will ich jetzt gar nicht sagen, dass es nicht reichen würde, morgens eine Runde zu laufen, sondern eher, wie sich das Empfinden so verschieben kann, wenn das einfach fest zum Tagesablauf gehört und nicht mehr nur so „ich muss noch laufen, damit ich 300 Extrakalorien verbrenne ;-)

Im diesjährigen Sommerurlaub ist mir das besonders aufgefallen. Letztes Jahr war es eher noch so ein „ich muss so und so viel laufen und außerdem x-mal anderweitig trainieren“ etc. Als ich dieses Mal die Tasche mit den Sportklamotten gepackt habe, habe ich mir fest vorgenommen, mich locker zu machen und nicht aus irgendeinem Zwang oder Trainingsplan heraus dieses oder jenes zu machen, es sollte ja URLAUB sein… Und dann bin ich völlig ohne Zwang in der ersten Woche 35 Km gelaufen (für meine Verhältnisse echt viel) ohne nur einmal das Gefühl gehabt zu haben „ich MUSS jetzt“. In der zweiten Woche waren es etwas weniger Kilometer, aber auch das war völlig ok und frei von schlechtem Gewissen! Den positiven Nebeneffekt von „Gewicht im Urlaub gehalten“ habe ich natürlich trotzdem dankbar zur Kenntnis genommen. Es hat einfach Spaß gemacht, auch wenn das Laufen im Sand echt ordentlich Körner kostet ;-) Schade eigentlich, dass ich auf das Ding mit der Bewegung nicht schon vor ein paar Jahren gekommen bin… Aber hätte ich mit Sport angefangen, wenn ich nicht so dick gewesen wäre? Gute Frage… Damals war halt alles anders und es erschien mir deutlich realistischer, dass ich mit einer Rakete ins Weltall fliege und auf dem Mond lebe, als dass ICH jemals ein „sportliches“ Leben führen würde! Umgekehrt – wäre Sport schon immer ein fester Bestandteil meines Lebens gewesen, wäre ich vermutlich nie so dick geworden. Hätte hätte, Fahrradkette, da kann man natürlich jetzt viel spekulieren! Kann man aber auch sein lassen, es ist einfach gut so, wie es jetzt ist!