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Erfolgsgeschichten

Riekes Weg

Planlos zum Halbmarathon?

Nachdem ich vorletzte Woche gleich 2 x an einem Tag von unterschiedlichen Leuten gefragt wurde, wie ich mich denn nun konkret auf den Halbmarathon vorbereite, bin ich irgendwie nur knapp einer Panikattacke entkommen (aaaaah nur noch 5 Monate!) und am Tag darauf einfach mal einigermaßen spontan 14,5 km gelaufen. Zwar ziemlich langsam, aber dafür ging es mir danach wenigstens noch ziemlich gut!  

Und auf so vielen Kilometern hat man verdammt viel Zeit zum Nachdenken ;-) Ein starrer Trainingsplan kommt für mich nicht in Frage, bzw. stresst mich allein der Gedanke daran schon ziemlich, mir vorschreiben zu lassen, an welchem Tag ich mit Puls xy soundsoviele Kilometer durch die Gegend rennen soll.... Unsere berufliche und familiäre Struktur gibt es auch nicht unbedingt her, jede Woche eine festgesetzte Kilometeranzahl laufen zu können, also versuche ich es zunächst "nach Gefühl", die meisten Sachen hat man ja eh schon mal gehört, langsame laaange Läufe für die Ausdauer, regelmäßiges Intervalltraining, um ein bisschen Tempo reinzukriegen und insgesamt einfach möglichst viele sinnvolle Kilometer sammeln. Die Tatsache, dass ich 5 Monate vor dem HM in der Lage bin 14,5 Km zu laufen, ohne danach ohnmächtig zusammenbrechen, beruhigt mich schon ein Stück weit, aber es fehlen natürlich auch noch 7 weitere Kilometer. Auch wenn mir jeder sagt, im Training müsse man die volle Distanz nicht laufen, so werde ich irgendwann im Laufe des Sommers mal die 20 km Marke knacken müsse , ich denke, ich brauche das definitiv für meinen Kopf und kann so viel entspannter an den Start gehen, wenn es soweit ist. Ansonsten werde ich mich vermutlich zwischen 30 und 40 Wochenkilometern bewegen und nach Möglichkeit immer einen langen Lauf von 12+ Kilometern einbauen… Details muss ich wohl demnächst noch mal beim Lauftraining mit Patrick besprechen.

Aktuell liegen 2 Wochen mit jeweils ca. 35 Laufkilometern hinter mir, unter anderem der Ennepetal-Lauf am 05. Mai 2018. Eine wirklich nette Veranstaltung mit familiärer Stimmung und tollen Leuten (den Termin kann man sich also schon mal für 2019 merken). Wir hatten uns zu viert für den 10 km Lauf angemeldet und hatten vorher mal kurz über mögliche Zeiten gesprochen. Ich wusste vorher nur, dass es leicht bergauf gehen sollte – meine größte Schwäche beim Laufen – und so habe ich mich mit Zeitprognosen erstmal zurückgehalten und wollte gucken, was so passiert, ich war total überzeugt, an meine persönliche Bestzeit auf 10 km definitiv gar nicht dran zu kommen, zu warm, schon zu viele Kilometer in den Beinen in der Woche, das rechte Knie rief ab und zu aua, also lauter mimimimi und bloß nicht festlegen! Außerdem hatte ich in den letzten 4 Wochen nicht ein einziges Mal meine Pace vom Awo-Lauf wieder erreicht, auch nicht auf kürzeren Strecken ;-) Von 4 Fit mit Thorge-Racing-Team-Teilnehmern standen letztlich nur Renata und ich am Start, und ließen uns erstmal ein paar Hundert Meter von den anderen mitreißen. „Nicht letzter werden“ war ab da mein Hauptziel, weil die meisten doch ziemlich schnell losrannten und wir mit ca. 10?? anderen sehr deutlich dahinter blieben. Da ich mich aber noch zu gut an den Lauf in Dortmund und meinen viel zu schnellen Start erinnerte, habe ich ab Kilometer 2 für mich deutlich Tempo rausgenommen und vor allem versucht, gleichmäßig zu laufen. Der angekündigte Berg war nicht ganz so schlimm, wie ich erwartet hatte, reichte aber, um mich auszubremsen. Nach der Hälfte lagen wir noch gut unter 6:30/km, ab da war dann mein Ehrgeiz geweckt, zumindest den Schnitt noch einigermaßen zu halten. Die zweite Hälfte war dann echt zäh und scheiss anstrengend, im Ziel dann eine Punktlandung mit 01:05:00 h. Nur unwesentlich langsamer als in Dortmund, wo es im Gegensatz zu Ennepetal aber eine komplett flache Strecke war. Fazit für mich: Bei so einem „Wettkampf“ kann man dann doch noch mal andere Zeiten laufen als alleine im Training, und bis zum Halbmarathon werde ich davon einfach noch ein paar einbauen, um unter „realen Bedingungen“ zu trainieren :-) Mein Zeitziel für den Halbmarathon von unter 02:30:00 h erscheint mir nach wie vor ambitioniert, aber nicht völlig unmöglich – außerdem habe ich so immer noch ein bisschen Puffer bis zur magischen Zeitgrenze von 02:45:00  h (h. Denn mal ehrlich, gäbe es etwas Frustrierenderes, als sich 21 km abzurackern und dann wegen „ääätsch Du bist 2 Minuten zu spät im Ziel“ nicht mal eine Medaille zu kriegen? Nein Danke :-) Aber 02:45:00 h sind ehrlicherweise auch keine Option für mich!! Gibt es hier noch mehr Leute, die für so einen Wettkampf (oder längere Distanzen) ohne vorgefertigten Plan trainieren oder trainiert haben und trotzdem in geplanter Zeit angekommen sind?! Schreibt gerne mal bei Facebook was dazu!