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Riekes Weg

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Erfolgsgeschichten

Riekes Weg

Kontinuität vs. Höchstleistungen

Gefühlt habe ich in den letzten Wochen ständig nachgelassen. Langsamer beim Laufen, gefühlt schwächer beim sonstigen Training, müde und genervt von den letzten Monaten. Nicht weiter abgenommen. Zwischendurch mal wieder ein Kilo zugenommen, welches ich aber zum Glück mit etwas Disziplin bereits wieder los geworden bin ;-)

Die leise Stimme in mir, die IMMER alles kritisiert, was ich tue... Ist das genug? Strenge ich mich wirklich genug an? Wäre da nicht noch ein bisschen was gegangen? Hättest Du nicht 2 Minuten schneller laufen können? Weniger essen, motivierter trainieren, nicht genervt sein, wenn etwas nicht klappt?!

Fuck off! Nein! Ich habe mir dann mit Verstand mal meine Trainings der letzten 3,5 (Corona) Monate angeguckt! Ja da waren viele viele Läufe innerhalb der Komfortzone dabei. Oft nur Training "wo es nicht weh tut". Und dann habe ich als Statistik-Freak mal angeguckt, wie viel Sport ich denn tatsächlich gemacht habe. Ich komme im Durchschnitt auf 55 Minuten SPORT pro Tag. Also nur aufgezeichnete Aktivitäten, ohne Alltagsbewegung. Die kommt zum Glück noch oben drauf! Und wenn ich bedenke, dass da auch mal 1-2 Tage Pause dabei waren, dafür andere Tage, an denen ich mehrfach was gemacht habe, ist das ganz schön ok! Da kann ich eigentlich auch gut damit leben, dass ich aktuell nicht von ständigem Fortschritt und höher schneller weiter sprechen kann :-)

Durch die ausgefallenen Laufveranstaltungen, leichte gesundheitliche Beschwerden bzw. Schmerzen beim Laufen (nein, nicht wahnsinnig schlimm, schränkt mich aber schon ein) war auch mein Plan, meine 5 Km Zeit zu knacken, erstmal wieder dahin. Ich war echt gut im Training, würde ich behaupten und mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit hätte es auch geklappt, aber es sollte halt grade nicht sein. Habe ich mich jetzt deshalb hängen lassen und einfach NICHTS mehr gemacht, weil ich es ja nicht "unter Beweis stellen" konnte? Nee. Ja ok ich habe die Jahreschallenge von Fit mit Thorge mit den Burpees etwas schleifen lassen ;-) Das Ergebnis lautet daher aktuell bis zum 30.06. eine widerliche Anzahl von 56 Stück pro Tag, damit ich dann ab dem 01.07. hoffentlich mit täglich 21 Burpees "ganz locker" mein Jahresziel von 7500 Stück erreiche. Vorgestern habe ich leider schon wieder komplett ausfallen lassen. Und deshalb gestern theoretisch 112 machen müssen. Nach ner Stunde laufen. Mit Kotzbergen. Bei Hitze. Und müde! Mimimi. Selbst schuld ;-)

100 habe ich dann tatsächlich nach dem Lauf noch erledigt. Zusammen mit Sabine in ihrem Garten, während sie ihren eigenen Plan verfolgt hat. (zu zweit klappt so vieles einfach so viel besser!!!!) Macht also noch 68 für heute ;-) Klingt total entspannt im Vergleich zu den 100 von gestern. Aber auch das ist so ein Ding. Macht es irgendeinen Sinn, 7500 Burpees zu machen? Vielleicht nicht. Macht es Sinn, sich mit diesen Zahlen in irgendeiner Form unter Druck zu setzen? Für mich eindeutig ja!!! Im Leben würde ich nicht auf die Idee kommen, täglich Burpees zu machen. Weder 20, noch 50 oder auch nur 3. Hat es tatsächlich einen Trainingseffekt? Wahrscheinlich nicht :-) Zumindest nicht, wenn man wie ich phasenweise viele und dann wieder keine macht. Macht aber nichts. Denn wenn ich bedenke, dass ich mit entsprechend vielen Pausen für 100 Burpees im Schnitt so 20 Minuten brauche, macht das tatsächlich 25 Stunden Bewegung in diesem Jahr, die ich sonst definitiv nicht gehabt hätte.... Klingt lächerlich wenig! Aber genauso läppern sich eben meine 3,5 Std. laufen pro Woche, 2-3 Std. weiteres Training... und auch die 10 Minuten Klimmzüge üben pro Tag!

Es ist halt nicht das einzelne Training, mit dem ich unbedingt etwas bezwecke... genauso wie es (leider) nicht die einzelne gesunde Mahlzeit ist, die einen abnehmen lässt. Es klingt immer so langweilig und dämlich, aber es bleibt die Summe aller Trainings, die Summe aller Entscheidungen die ich für oder eben auch gegen ein aktiveres, gesünderes Leben treffe.

Auch wenn das manchmal vielleicht bedeutet, nicht unbedingt Fortschritte zu machen. Klar sind "5 kg in einem Monat abnehmen" total verlockend. Mein persönlicher Stresspegel macht mir da gerade einen Strich durch die Rechnung und so versuche ich es aktuell mit "ein paar Gramm pro Woche" - bedeutet für mich halt eher kontinuierlich ein bisschen Aufwand im Sinne von regelmäßig Sport und weitestgehend guter Ernährung, als um jeden Preis eine Woche lang 2 kg runterzuhungern, bei 30 Grad jeden Tag 2 Std. zu laufen, nur um dann total genervt in die Ecke zu brechen und alles wieder hinzuschmeißen. Ja ok das war jetzt etwas übertrieben, ich bin noch nie 2 Std. pro Tag eine ganze Woche lang gelaufen ;-) Aber ihr wisst was ich meine. Bleibt dran! Grundsätzlich denke ich inzwischen, lieber jeden Tag 90 % geben, als eine Woche lang 150 % und dann wieder aufhören! Allerdings stehe ich in den Startlöchern, mal wieder eine gewisse Zeit 150 % zu geben - und zwar mit der #30Tagechallenge von Fit mit  Thorge...! Vielleicht ist ja noch jemand dabei? Ich steige am 01.07. ein und bin gespannt, was ich mit so einem zusätzlichen Trainingsplan und ein paar zusätzlichen "Regeln" in den 30 Tagen erreichen kann. Denn auch wenn ich in den letzten Wochen keine 150 % gegeben habe, an Pläne halten kann ich mich grundsätzlich. Ich hätte zwar das grundsätzliche Wissen, mir auch jetzt schon für jeden Tag einen Plan zusammenzustellen, und ja ich weiß auch, wie Ernährung funktioniert. Aber macht man es deshalb immer!? Nö... Aber wenn mir jemand sagt "Tu dies und das und lasse dafür jenes" kann ich total diszipliniert sein. Verrückt und auch ein bisschen blamabel? Vielleicht. Aber was solls... Das Ergebnis zählt :-) Und 30 Tage lang zusätzliches Training zu dem, was ich eh mache, wird definitiv irgendein Ergebnis bringen! Ich werde berichten!!