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Riekes Weg

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Erfolgsgeschichten

Riekes Weg

Keine Eigenmotivation?

Letzte Woche wurde ich mit einem äußerst kritischen Unterton gefragt, warum ich mich eigentlich nicht alleine zum Sport motivieren könne, sondern seit 2,5 Jahren immer wieder Zirkeltrainingskurse und dazu regelmäßig Personal Training in Anspruch nehmen würde.

Also ganz davon abgesehen, dass ich ca. 60 % meines wöchentlichen Sportpensums alleine bestreite ;-) dachte ich, dass das Thema vielleicht auch andere interessieren könnte! Ich glaube, dass das für Leute, für die ein sportliches und gesundes Leben von Kindesbeinen an schon immer eine Selbstverständlichkeit war, tatsächlich komisch erscheinen mag. Aber ich glaube auch, dass es eben genug Menschen gibt, bei denen das anders ist, sonst gäbe es wohl kaum so viele Personal Trainer, ich sag nur Angebot und Nachfrage!

Ich kann da ja nur für mich sprechen… Das Zirkeltraining in der Gruppe mache ich, weil es mir (meistens) mega Spaß macht, weil die #fmtfamily eine coole Truppe ist, die zusammen schwitzt, lacht und leidet ;-) und es auch nach 2,5 Jahren immer noch abwechslungsreich genug ist, dass ich mich nicht langweile! Vielleicht einfach mal ausprobieren?! Und wir machen da einfach Sachen, zu denen ich mich alleine zuhause nicht regelmäßig genug aufraffe. Und besser 2 mal die Woche, als gar nicht, oder?  

Na ja und was das Personal Training betrifft, darüber gab es ja schonmal einen Beitrag - aber ich glaube, dass da in vielen Köpfen ein sehr komisches Bild existiert. Ich wurde schon die lustigsten Sachen gefragt! Schreit Dein Trainer Dich an? (hä??? Warum sollte er??) Sagt er Dir, was Du essen darfst? (ich bin schon groß, ich darf tatsächlich für mich selbst entscheiden ;-)) Kontrolliert Dein Trainer Dein Gewicht, stellt er Dich auf die Waage? (sind wir bei Weight W…?? Ach nee das wäre jetzt Werbung, oder? ;-))

Also wenn jemand angeschrien werden möchte, lässt sich das bestimmt einrichten ;-) Aber ich bevorzuge in der Regel eine andere Ebene der Kommunikation!

Ja und mein Gewicht ist natürlich auch Thema bei der ganzen Sache, eben weil mein persönliches Ziel ja auch weiterhin mit Gewichtsreduktion zu tun hat, aber ich wiege mich zuhause und diese Angaben „reichen“ völlig aus, was genau sollte bitte eine „vor-Ort-Kontrolle“ für Vorteile haben? Ich fände das ehrlicherweise etwas befremdlich. Ich hatte bisher auch kein einziges Mal das Bedürfnis, irgendwas schön zu reden oder zu verschweigen, oder zu erzählen, ich hätte 5 kg abgenommen, wenn ich in Wahrheit 2 zugenommen habe. Davon abgesehen, dass das wohl ab einem bestimmten Punkt auffallen würde ;-) Man sollte vielleicht auch nicht vergessen, wofür bzw. für wen man das ganze macht!! Doch nicht für ein „heeeey Du hast ein Kilo abgenommen, Applaus!“ Es geht doch viel mehr darum, diesen ganzen Prozess immer weiter zu optimieren. Klar heisst das ab und zu, einen eingeschlagenen Weg abzubrechen, mal umzudrehen, vielleicht 11 Schritte rückwärts zu gehen und dann eine ganz neue Richtung zu nehmen. Und darum geht es ganz oft. Lösungen erarbeiten. Fragen stellen, Antworten finden…

Man muss sich das auch nicht so vorstellen, dass wir da jedes Mal tieftragische Gespräche führen und Probleme wälzen. Ja, es gibt definitiv Einheiten, in denen es mental viel viel anstrengender ist, als körperlich, ja manchmal sitze ich auch danach heulend im Auto – und dann gibt es welche, in denen es darum geht, sich mal ordentlich auszupowern und abzurackern, den Kopf auszuschalten und einfach Spaß dabei zu haben. Und natürlich auch immer mal wieder sportliche Grenzen ausloten, manchmal überschreiten und idealerweise daran wachsen.

Und beide Formen von Personal Training sind (für MICH) völlig ok und wichtig! Die gute Mischung macht es da wohl einfach. Ich persönlich merke immer erst, wenn es mir gerade richtig gut geht, wie wichtig eben die Einheiten in den Zeiten sind, in denen es mir schlechter geht. Und genau da sind wir am Punkt Eigenmotivation! MIR helfen nämlich diese regelmäßigen Termine (im Moment) sehr, am Ball zu bleiben, immer weiter an meinen Baustellen zu arbeiten, die sich eben über viele Jahre angesammelt haben. Solange ich mich zurück erinnern kann, war es immer Thema, etwas an mir zu verändern. Ich kann mich nicht erinnern, je wirklich zu 100 % zufrieden gewesen zu sein. Und genau das möchte ich erreichen. Zufrieden zu sein, unabhängig davon, wieviele Kilos heute oder nächste Woche auf der Waage stehen, mich intuitiv einfach genau „richtig“ zu ernähren und „genug“ Sport zu machen, (dann kommt der Rest garantiert von alleine) so wie es eben für MICH passt, ohne mich dabei selbst permanent unter Druck zu setzen, genau das oder noch mehr leisten zu MÜSSEN, als Person xy! Klingt ganz schön wirr! Ist es auch! Besonders für mich! Aber genau um ein bisschen Klarheit da reinzukriegen und eben nicht noch die nächsten 30 Jahre unter Dauerstrom zu stehen, irgendwas unbedingt jetzt sofort genauso erreichen zu müssen, wie andere (es wollen) und mich dabei selbst fertig zu machen, mache ich das. Und wenn man etwas alleine nicht hinkriegt, warum auch immer, kann es wohl kaum „seltsam“ sein, sich unterstützen zu lassen? Vielleicht sehe ich das in ein paar Monaten auch schon viel entspannter und traue mir selbst mehr über den Weg und komme „alleine“ klar und trainiere in dem Pensum, dass ich persönlich für gut halte, ohne mich von außen motivieren lassen zu „müssen“.  Vielleicht aber auch nicht. Ja klar, könnte ich mir eventuell auch einen Psychologen suchen. Aber mal ehrlich, das würde wohl nur halb so viel Spaß machen ;-))