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Erfolgsgeschichten

Riekes Weg

Jahresrückblick 2019

Wahnsinn, schon wieder ein Jahr rum! Ich habe das selbst zum Anlass genommen, mir meinen Beitrag zu den Zielen für 2019 noch einmal genauer anzusehen. Ein paar Dinge von meiner Liste habe ich erreicht, andere nicht.

Ich habe Prioritäten verschoben, manches etwas aus den Augen verloren und anderes unerwartet in den Vordergrund gestellt. Ich bin dieses Jahr trotz zwei kleinerer Verletzungen deutlich über 1000 Kilometer gelaufen, 5 davon tatsächlich unter 30 Minuten (= 2 Haken auf der To Do Liste), habe zwei Halbmarathons laufend beendet (check), habe zwar letztes Jahr im Dezember 2 kg zugenommen, aber ab Januar gerechnet knappe 7 abgenommen und werte das mal großzügig als Ziel erreicht ;-))

Die Sache mit der 50 Kilometer Wanderung habe ich zu Gunsten der Halbmarathonvorbereitung sein gelassen, weil mich zwei Testwanderungen von 15 und 17 Kilometern (also noch seeeehr weit von der angestrebten Distanz entfernt) jeweils eine Woche außer Gefecht gesetzt haben mit Hüftschmerzen – ist wohl doch was anderes, ob man solche Distanzen in 2 Stunden LÄUFT oder eben in deutlich längerer Zeit wandert. Da war mir der Halbmarathon dann einfach wichtiger und ich habe die Sache mit dem Wandern sein gelassen. Vielleicht gehe ich das noch mal an, aber sicher bin ich mir da noch nicht.

Insgesamt also doch irgendwie eine positive Bilanz!

Ich habe weiterhin viel Kopfarbeit geleistet (Danke Thorge!!!) und bin mir sicher, dass ich da schon ein großes Stück weiter gekommen bin. Es ist nicht mehr pauschal alles scheisse ;-) Und auch die NICHT erreichten Ziele (Zeitziel beim 2. Halbmarathon…) hatten wahrscheinlich trotzdem ihr Gutes, auch wenn ich im ersten Moment ganz schön rumgeheult habe.

Ich habe in den letzten Monaten tatsächlich viel über mich selbst gelernt. Früher konnte ich, um mal beim Thema abnehmen zu bleiben, dem Ganzen nur entweder Priorität 1 zuordnen oder eben gar keine. Ich habe so oft alles hingeschmissen und alle guten Vorsätze (von denen hatte ich schon immer viele!!) vergessen und verdrängt.

Ich kann nicht in 6 Monaten 60 kg abnehmen, super sportlich werden, dabei beruflich ultra erfolgreich und gleichzeitig „super mom“ sein? Na dann halt nicht. Es kam irgendwie nie in Frage, das Thema eventuell mal anders zu gewichten und einfach zu akzeptieren, dass eben alles in Phasen verläuft und dass es halt auch nicht immer super Phasen sein müssen und können. Dass man deshalb aber nicht wieder gleich in ein Loch oder schlechte Gewohnheiten, Selbstmitleid und Lethargie (ver)fallen muss.

Eine Woche kein Gewichtsverlust bedeutete früher noch „ach das wird eh niemals was, ich lasse es einfach sein und bleibe für immer dick, das ist halt so“. Ach was rede ich, das habe ich schon oft genug gedacht, wenn sich 2 Tage nichts auf der Waage tat. Ich bin um einiges entspannter geworden und das macht mich zur Zeit tatsächlich sehr zufrieden. Ohne dabei das Ziel aus den Augen zu verlieren. Einfach weiter machen und den aktuellen Stand hinnehmen oder sich vielleicht mal über Fortschritte in anderen Bereichen freuen. War früher undenkbar. Jetzt ist das einfach so!

Und an der Stelle einfach mal danke für das viele nette Feedback, das ich aufgrund meiner Berichte hier erfahre!! Die Tatsache, dass mir Leute schreiben, dass ich für sie Inspiration oder gar Motivation bin, ist schon ECHT irgendwie verrückt, fühlt sich aber auch ehrlicherweise ganz schön cool an! Unterm Strich scheinen die regelmäßigen Leser am Meisten zu schätzen, dass ich eben nicht immer nur von den super Sachen erzähle, sondern eben vollkommen ehrlich, dass es auch manchmal einfach kacke sein kann. Warum auch nicht. Sich zu verstellen ist ganz schön anstrengend… 

Wenn sich nur ein paar trauen, einen ersten Schritt in welche Richtung auch immer zu unternehmen, ist das schon ganz schön gut und ich kann mich nur wiederholen, es muss nicht gleich der Halbmarathon sein! Einfach anfangen! Anfangen und dran bleiben! Es muss nicht immer Spaß machen! Es darf auch mal Quälerei dabei sein, wenn man weiß wofür, fühlt es sich auch gar nicht so sinnlos an! Es reicht eben leider nicht aus, sich in dem Bereich zu bewegen, der NUR Spaß macht, nicht anstrengend ist, keine Disziplin oder Verzicht erfordert. Ja die Leute können euch erzählen, ihr braucht nichts zu verändern und könnt dabei trotzdem 50 kg abnehmen und super sportlich werden. Wird aber in der Regel nicht klappen. Ja das ist alles manchmal ganz schön zäh und nervt. Aber unterm Strich lohnt sich das tatsächlich alles so sehr… In diesem Sinne… schon mal guten Rutsch ins neue Jahr :-)