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Erfolgsgeschichten

Riekes Weg

Jahresendspurt 2018

Nachdem ich vor ein paar Wochen über das Thema Jahresziele bzw. auch Ziele im Allgemeinen geschrieben habe, hat das meinen Ehrgeiz geweckt, die im Januar 2018 festgelegten Ziele doch noch irgendwie bestmöglich zu verfolgen. Diese Beiträge hier sind immer wieder eine Art Eigentherapie... Und das Feedback zeigt mir, dass es tatsächlich auch anderen hilft!

Natürlich wäre es utopisch gewesen, in der Kürze der Zeit noch 380 Kilometer zu laufen, die bis zur 1000 Kilometer Marke fehlten oder etwa 10 kg abzunehmen. Zu sagen, „ach ich hatte ja gute Ausreden, scheiss drauf“ aber mindestens genauso beknackt. Also hatte ich mir Anfang November das Ziel „800 Kilometer im Jahr 2018“ in den Kopf gesetzt. Super Timing, nachdem ich die Wochen davor auf wirklich nur wenige Kilometer kam und mir tatsächlich noch ca. 180 KM bis zu 800 fehlten.

Oberste Priorität bei dem Plan hatte natürlich die Gesundheit, ich hatte mir selbst fest vorgenommen, sobald das Knie anfängt zu mucken, den Plan auf Eis zu legen. Aber das war dann auch schon die einzige Ausrede, die ich für mich gelten lassen wollte. Kein Bock, zu kalt, Regen, mimimimi, zählt leider alles nicht! Wer hat schon BOCK bei 0 Grad und Nieselregen zu laufen? Also ich nicht! Aber selbst schuld, wenn man Kilometer sammeln will. Ich hatte auf vielen Kilometern großartige Unterstützung! Unter anderem von Sabine, die mich schon im Sommer auf meinen langen Läufen begleitet hat und mich einfach unglaublich motiviert, mit ihrer ruhigen, positiven Art. Ich hab es schon mal erwähnt, aber alleine die Tatsache, dass sie einfach nicht rumjammert oder übers Aufhören redet, hilft mir so so sehr. Nicht selten war ich an Punkten, an denen ich alleine entweder eine Pause gemacht hätte oder den Lauf einfach abgebrochen hätte. Oder noch schlimmer, gar nicht losgelaufen wäre! :-) Und so haben wir uns zusammen den ein oder anderen fiesen Berg raufgequält, haben uns gegenseitig motiviert, ich habe ein bisschen gejammert, gemotzt und geflucht, was Sabine aber ganz tapfer ertragen und ignoriert hat! Sie ist EINFACH weitergelaufen. Und ich hinterher ;-) Mal eher schlecht als recht, aber was solls…

Und dazwischen habe ich mich alleine rausgequält. Bei Regen, durch Matsche, bei Kälte. Oft ohne Spaß, aber auch einige Male mit! Immer mit dem klaren Ziel dahinter, 800 Kilometer zu erreichen. Ich bin ein Zahlenfreak und Zahlen-Ziele motivieren mich einfach sehr. Natürlich kriege ich weder einen Pokal für Kilometerzahl xy, noch möchte ich Applaus dafür. Applaudieren sollte man sich höchstens selbst, aber auch das ist nicht meins. Für mich zählt daran einzig und alleine, dass ich tatsächlich das erreicht habe, was ich mir vorgenommen habe, auch wenn andere das entweder völlig hirnrissig finden oder eben auch lächerlich, weil sie selbst vielleicht eh pro Monat 300 km laufen. All das sollte aber nun wirklich für MICH keine Rolle spielen. Für mich ist das definitiv kein „guckt mal her, wie geil ich bin“ sondern eher die Kommunikation mit dem Teufel in meinem Kopf, der auf der Couch liegen echt auch ganz cool findet, dem ICH sagen kann „ha, und ich kann es doch! ICH treffe hier die Entscheidungen, nicht die Keksdose!“ Und unter uns, im Hinblick auf Weihnachtszeit und zu viel Schokolade und Kekse, bin ICH ganz schön froh um den Zahlen-Junkie in meinem Gehirn, die Lauferei hat nämlich immerhin für Schadensbegrenzung und einigermaßen Gewicht halten gesorgt, komplett ohne Sport hätte das wohl anders ausgesehen, bzw. das schlechte Gewissen, was ohnehin immer mitspielt, wäre deutlich größer gewesen.

Nachdem ich in den zwei Wochen vor Weihnachten einfach mal fast das Dreifache meines üblichen Arbeitspensums hatte, war mein Energielevel auf dem Nullpunkt, ich kann nicht mal sagen, ich hatte kein Zeit zum Laufen, ich hätte das sicher dazwischen geschoben bekommen, wenn ich denn gewollt hätte, ich wollte aber nicht. Ich hatte keine Lust, keine Motivation, nix. Ich tat mir selbst eine Runde leid, fand alles scheisse und hatte ein schlechtes Gewissen. Also nicht dass ich gar nichts getan hätte, aber halt wenig. Dann wurde es ruhiger, es folgten ein paar Kilometer und bäääämm legte ich mich gesundheitlich ein paar Tage flach, ich hatte also zwischendurch schon Angst, am 31.12. gleich drei mal laufen zu müssen, damit es passt ;-)  Dann habe ich aber den Weihnachtsurlaub auch für Sport genutzt und bin mit dem Ergebnis einfach mal nur zufrieden. Auch wenn es nicht die ursprünglich angepeilten 1000 sind. Im Hinblick auf die Verletzung, und nein ohne Rechtfertigung und ohne Wenn und Aber, es ist einfach gut so, wie es ist!!!  Ich habe heute am 30.12.2018 nämlich mein 800 Kilometer-Ziel geknackt!!

Ohne Begleitung, dank nicht aufgeladener Kopfhörer auch noch ganz ohne Musik oder Hörbuch auf den Ohren. (Wenn ich alleine laufe, brauche ich sonst immer irgendwie Beschallung, ging aber auch ganz gut ohne heute ;-)) Ein bisschen Reflektion des letzten Jahres, ein paar Gedanken zum neuen Jahr, meinen Zielen, meinen Plänen und beknackten Ideen. Und vermutlich werde ich ein bisschen jammern und jaulen, aber unterm Strich die Dinge, die ich laut sagen werde, umsetzen und verfolgen… Dazu bedarf es aber noch ein bisschen Gedanken-Kirmes und gründlichen Überlegungen, was ich davon wem erzähle :-)  Ziele erreichen. Haken auf der To-Do-Liste setzen, sicher nicht jedermanns Sache. Aber mir hat das in diesem Jahr sehr geholfen. In diesem Sinne… auf ein erfolgreiches Jahr 2019!