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Riekes Weg

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Erfolgsgeschichten

Riekes Weg

Erfolg ist leider nicht nur ein Ziel - sondern einfach ein verdammt beschissen langer Weg!   

Das bekomme ich in den letzten Wochen immer wieder zu spüren! Ich würde total gerne berichten, dass ich nach meinem kurzfristigen Tief nach der #30TageChallenge wieder mit Vollgas durchgestartet bin, trainiert habe wie sau und 5 kg abgenommen habe. Stimmt aber nicht. Und wird auch in den nächsten 3 Wochen vermutlich nicht passieren. Natürlich könnte ich das jetzt einfach noch ein paar Wochen totschweigen und hier erst wieder schreiben, wenn es irgendwas wahnsinnig geiles zu berichten gibt. Da ich aber nicht weiß, wie lange das noch dauert und grundsätzlich eher für Realität als "schönreden" bin, habe ich beschlossen, dass auch der aktuelle Stand es wert ist, veröffentlicht zu werden, eben weil halt nicht immer alles nach Plan läuft, egal wie gut der Plan vielleicht war. Viele wollen einem suggerieren, dass man sich nur an dies oder das halten muss und der Erfolg GARANTIERT ist. Die Realität kann aber eben auch mal anders aussehen.

Ja, da ärgere ich mich wahnsinnig drüber und würde ich auch gerne ändern, aber geht grade nicht. Statt dessen arbeite ich an Schadensbegrenzung, meine Ernährung läuft gut zur Zeit, aber Sport?! Halleluja... Ich weiß, dass ich mit meinen zur Zeit "3-4 x pro Woche Sport" immer noch mehr mache, als ich 88% meines restlichen Lebens gemacht habe und dass das für den Moment auch völlig ok ist. Wenn man aber nur wenige Wochen zuvor noch mindestens das Doppelte gemacht hat und damit völlig happy war, ist der aktuelle Zustand ziemlich frustrierend. Und frustriert beschreibt meine aktuelle Stimmung ziemlich gut!

Jeder beschäftigt sich immer nur mit dem was kommt, wenn man sein Ziel erreicht hat - und das ist auch mit die meist gestellte Frage, was ich denn mache, wenn ich mein Wunschgewicht erreicht habe. Dass es "Punkt XY" aber vermutlich nicht geben wird, ist den wenigsten klar bzw. können sie es sich nicht vorstellen. ICH wollte das auch ziemlich lange nicht glauben ;-) 

Es wird wahrscheinlich kein Ende geben, selbst wenn ich mein theoretisches Wunschgewicht erreicht habe...

Ja klar ich hatte auch mal den irren Vorsatz, 40 Kilo in einem Jahr abzunehmen und dann "fertig" zu sein! Haha... Ich brauche schon ein paar Jährchen länger, dafür sind es aber auch ein paar Kilo mehr geworden... Einfach weil ich "damals" nicht darüber nachgedacht habe, jemals ein annäherndes Normalgewicht erreichen zu können - heute bin ich davon zwar auch noch ein paar Kilo entfernt, es erscheint aber nicht mehr völlig utopisch und vor allem unmöglich. Und ich kann jedem, der eventuell mit einem sehr hohen Gewicht startet sagen, man wird  tatsächlich kritischer, je weniger man wiegt. Mal ehrlich, ob 120 oder 110 Kg ist fast "egal", alles fällt schwer, an richtigen Sport ist kaum zu denken, Alltagsbewegung nervt und ist anstrengend. Das ändert sich tatsächlich irgendwann und irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man tatsächlich jedes einzelne Kilo (ob mehr oder weniger ;-)) zu spüren kriegt. In die eine Richtung macht das Spaß, in die andere weniger ;-)) 

Es wird wohl immer wieder mal Phasen geben, in denen man zurückfällt, ein paar Kilo zunimmt oder seine Sportroutine aus welchen Gründen auch immer verändert oder vernachlässigt oder einfach mal zu wenig Energie hat, um 8 Std. Training pro Woche hoch motiviert durchzuziehen. Manchmal hilft ein Arschtritt von anderen, sich mitreißen lassen oder ähnliches, aber manchmal muss man wohl auch "einfach" mal pausieren.

Als ich 2016 bei Fit mit Thorge anfing, habe ich im Leben nicht drüber nachgedacht, mal ein einigermaßen sportliches Leben zu führen, Hauptziel waren ein paar Kilo weniger und dafür war Sport für mich ein notwendiges Übel. Ich habe natürlich gehofft, mich äußerlich zu verändern, dass aber die innere Veränderung mindestens genauso deutlich sein würde, habe ich nicht kalkulieren können. Ich hätte nie gedacht, dass Sonntags morgens um 7 für mich der Tag mit 10 Kilometer laufen starten würde und ich das auch noch richtig großartig finden könnte! Ich hätte nicht gedacht, 4,5 Jahre nach dem Start meines ersten Zirkeltraining-Kurses immer noch das Gleiche zu tun, wenn auch mit etwas veränderten Fähigkeiten ;-) ABER!!! Genauso gut hätte ich NICHT damit gerechnet, dass es mich mal so hmm... traurig? wütend? machen würde, wenn ich aus irgendeinem Grund mal nicht so kann, wie ich vielleicht will. Wenn der Körper mal streikt. Oder auch der Kopf. Ein bisschen mimimimi. Dabei weiß ich in der Theorie ja genau, dass es normal ist, dass man nicht immer 150 % machen kann. Dass Pausen dazu gehören und wichtig sind. Und eigentlich muss man diese achterbahnmäßigen Phasen ja genauso nutzen, wie sie kommen. Hochphasen, um Vollgas zu geben, Tiefpunkte zum analysieren und Anlauf zu nehmen für das nächste Hoch. Manchmal muss man sich sowas nur mantramäßig immer wieder selbst sagen! Bei einem der letzten Trainings hatten wir es mit ein paar Leuten auch darüber, wie man sich bei der Hitze überhaupt noch bewegen kann, geschweige denn Sport treiben... joa ich bin einigermaßen hitzebeständig, aber Ende Juli/Anfang August hat auch mich das einigermaßen umgehauen! Zum restlichen mimimi und Streik kam das einfach noch erschwerend hinzu und ich habe in Summe bereits seit 4 Wochen so so wenig gemacht... und warum erzähle ich das hier? Weil es dazu gehört... Weil ich weiß, dass es in ein paar Tagen schon wieder anders laufen kann und wird! Und bis dahin... durchhalten :-)